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25. und 27. September 2020, Drumla-Workshop mit Helen Hahmann

Workshop mit der vietnamesischen Maultrommel Dan Moi beim Theater-Festival in Wegajty, Polen. In diesem Workshop berichtet Helen Hahmann über die Geschichte der Maultrommel und stellt die wichtigsten Spieltechniken auf der Lippenmaultrommel Dan Moi vor. Es sind keinerlei musikalische Vorkenntnisse nötig. Maultrommeln zum Ausleihen gibt es vor Ort.

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Im aktuellen Heft der Zeitschrift “Unser Harz” (Juli 2020) berichten Helen Hahmann und Ernst Kiehl über das Singen und Jodeln im Harz, wie es in bisher unbekannten Berichten aus dem 19. Jahrhundert überliefert wurde. 1837 berichtet Karl von Hailbronner von Jodelliedern, die sich deutlich vom Tiroler Gesang unterschieden haben sollen. Ein Reisebericht von Henry Blackburn (1873) beschreibt den Jodel eines Hirten im Bodetal. Der Artikel geht der These nach, dass die in den Quellen beschriebenen Jodellieder im Harz auf der Form zweitaktiger Schnadahüpfeln beruht haben könnten.

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17 May, 2020

Lieder aus ukrainischen Dörfern

Posted by: helen In: Radio

Sonntag, 19. Juli 2020, 18 Uhr, Radio CORAX, UKW 95.9 in Halle & Umgebung, 60 min

Ein Rundflug über das von dem ungarischen Musiker und Musikforscher Miklos Both initiierte Polyphony Project, das seit 2014 Dörfer in der Ukraine bereist und eine faszinierende, mehrstimmige Liedtradition in Ton und Video dokumentiert. Das komplette Archiv ist veröffentlicht auf der Webseite polyphonyproject.com.

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17 May, 2020

Das Musikarchiv des Pitt Rivers Museum

Posted by: helen In: Radio

Sonntag, 21. Juni 2020, 18 Uhr, Radio CORAX, UKW 95.9 in Halle & Umgebung, 60 min

Ein Querschnitt durch das Tonarchiv des Pitt Rivers Museum in Oxford mit historischen Aufnahmen: u.a. aus Nigeria, Kolumbien, Nepal und Vanuatu. Zu Wort kommen der Ethnologe Paul Basu und der Musikethnologe Noel Lobley. Die ältesten Aufnahmen der Sendung wurden 1911 aufgenommen, die jüngsten von 1981.

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17 May, 2020

Musik aus Yunnan

Posted by: helen In: Radio

Sonntag, 17. Mai 2020, 18 Uhr, Radio CORAX, UKW 95.9 in Halle & Umgebung, 60 min

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Virtuelle Archive für Feldaufnahmen
Teil 2: Polyphony Project. Eine neue Generation von Field Recordings

am 29. März 2020, 23:05 Uhr, BR Klassik, 53:30 min

Auf Initiative von Wissenschaftlern und Musikliebhabern entstehen im Internet nichtkommerzielle Musikarchive mit Feldaufnahmen aus verschiedenen Teilen der Erde. „Es ist nicht genug, dass wir Material von kulturellem Wert sammeln und es in die Archive bringen. Es ist wichtig diesem Material wieder Leben einzuhauchen. Wir können die Globalisierung nicht aufhalten, aber wir bestimmen darüber, wie wir globalisiert werden. Unser musikalisches Erbe hier in Europa kann die Inspiration dafür liefern.“

Das von dem ungarischen Musiker und Musikforscher Miklos Both initiierte Polyphony Project bereist seit 2014 Dörfer in der Ukraine und dokumentiert eine faszinierende, mehrstimmige Liedtradition in Ton und Video. Die Webseite des Projektes beherbergt inzwischen hunderte Lieder. Die meisten von ihnen wurden von Frauen jenseits ihres 80. Lebensjahres gesungen. Karten, Liedtexte, Informationen über die Sängerinnen und Kategorien wie Liedgattung und Anlässe liefern den Kontext für die Aufnahmen. Ziel des Polyphony Project ist es, die Lieder wiederzubeleben und Menschen außerhalb der Dörfer dazu anzuregen, sie singen zu lernen. Hilfestellung bietet dabei die äusserst übersichtlich angelegte Archivwebseite, auf der jede Stimme einzeln gehört werden kann.

In internetbasierten Tonsammlungen für Feldaufnahmen wird Musik zugänglich gemacht, die sonst wahrscheinlich nur sehr wenige Menschen jemals zu Gehör bekommen würden. Sie sind ein wichtiger Beitrag, das musikalische Vermächtnis verschiedener Regionen der Welt sichtbar und hörbar zu machen. Sie sind auch Quelle der Inspiration und Impulsgeber für lokale Musikerinnen und Musiker und für Musikfans auf der ganzen Welt, alte Lieder wiederzuentdecken und in das heutige Musikleben zu integrieren. Im zweiten Teil des Musikfeatures über virtuelle Archive steht die neue Generation von Field Recordings im Vordergrund, also jene Aufnahmen und Sammlungstätigkeiten, die in den vergangenen zehn Jahren begonnen wurden und das Internet als ersten Verbreitungsweg gewählt haben.

Foto: Polyphony Project. Unknown Ukraine, polyphonyproject.com

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Virtuelle Archive für Feldaufnahmen
Teil 1: Die Tonsammlung des Pitt Rivers Museum und die Rückgabe immaterieller Kulturgüter

28. März 2020, 23:05 Uhr, BR Klassik, 53:30 min

Phonographenwalzen von Northcote W. Thomas in der British Library, Foto: [Re:]Entanglements, https://re-entanglements.net/onyeka-igwe/.

Stille – plötzlich ein starkes rhythmisches Rauschen – Gesang setzt ein, klingt weit entfernt – die Stimme eines Mannes im Falsett – kein Text, klagendes Johlen – die Töne versinken im Rauschen. Der britische Ethnologe Northcote W. Thomas zeichnete diese Musik im Januar des Jahres 1911 im südlichen Nigeria mit einem Phonografen auf. Hören kann man die Aufnahme seit einigen Jahren auf Soundcloud. Fast 100 Jahre schlummerten diese Klangdokumente im Archiv, bevor ein Digitalisierungsprojekt des Pitt Rivers Museum in Oxford nicht nur für das Überspielen der Wachswalzenzylinder auf neue Tonträger sorgte, sondern auch einen Teil der Aufnahmen online für die Öffentlichkeit bereit stellte.

Einige Museen nutzen das Internet inzwischen aktiv, um historische Tonaufnahmen aus ihren Archiven zugänglich zu machen, die sonst wahrscheinlich nur sehr wenige Menschen jemals zu Gehör bekommen würden. Den Musikethnologen Noel Lobley beschäftigte während seiner Arbeit mit der Tonsammlung des Pitt Rivers Museums die Frage, wie Klangdokumente in die Ausstellungen von Museen integriert und so erlebbar gemacht werden können. Welche Möglichkeiten bieten sich im musealen Kontext für eine Rückkopplung zu den Ursprungsländern und Urhebern der Aufnahme?

Darüber hinaus gibt es erste Ansätze für die Rückgabe von Ton- und Bildmaterial, sprich immateriellen Kulturgütern, aus der Kolonialzeit. Wie diese Rückgabe stattfinden kann, ergründet das [Re:]Entanglements Projekt unter Leitung des britischen Ethnologen Paul Basu in Zusammenarbeit u.a. mit der Universität von Nigeria. Bisher wurde die Diskussion um die Rückgabe von Kulturgütern aus der Kolonialzeit überwiegend in Bezug auf materielle Objekte geführt. Doch wie gehen westliche Institutionen heute mit Ton- und Fotomaterial um, das in ehemaligen Kolonien entstanden ist und dann in den Archivschränken in Europa und Nordamerika verschwand? Welche Relevanz haben diese Dokumente für die Menschen deren Vorfahren auf dem Material zu sehen und zu hören sind?

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Mittwoch, 28. August 2019, BR Klassik, Musik der Welt, 53 min

In Yunnan hört man überall Musik. Musik ist ein bedeutender Teil des Lebens – es gibt Musik zum Laufen, zum Essen und Trinken, zum Gruß, zum Abschied, zur Brautwerbung, für die Hochzeit oder für Beerdigungen. Manche Feste werden tagelang gefeiert, dann wird ohne Unterlass gesungen und getanzt, auch die Nächte hindurch. So beschreibt es Professor Zhang Xingrong von der Kunsthochschule Yunnan in Kunming, der die bildschönen, aber schwer zugänglichen Gebiete in den Bergen Yunnans in den 1980er und 1990er Jahren Dutzende Male besuchte, um die Musik der über 25 Minderheiten in der Provinz Yunnan in Südwestchinas auf Tonband aufzunehmen. In Yunnan werden einzigartige Musikinstrumente, ungewöhnliche Spieltechniken und virtuoser Gesang bis heute kultiviert. Manche Melodien sind so ungewöhnlich, komplex und überraschend, dass man sich an diese Musik erst ein wenig gewöhnen muss. Neben Aufnahmen von Zhang Xingrong, werden auch die Forschungsarbeiten von der amerikanischen Musikethnologin Helen Rees in dieser Musikreise nach Südwestchina eine wichtige Rolle spielen.

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05 May, 2019

Paul Bowles und die Musik Marokkos

Posted by: helen In: Radio

Sonntag, 16. Juni 2019, 18 Uhr, Radio CORAX, UKW 95.9 in Halle & Umgebung

“Massen auf Massen sinnloser, schwirrender Geräusche, die von den Mauern zurückgeworfen werden”, es sind die beiläufigen Töne, die ein Land tosen, lärmen und klingen lassen. Die Geräuschkulisse Marokkos wie sie der amerikanische Autor Paul Bowles gehört hat, dringt durch einen weißen Nebelmorgen: der Gesang eines Ziegenhirten, der dem Wind der Steinwüste trotzt; die Komposition aus Klirren, Murmeln und Kofferradio, die aus den Cafés herausdrängt; der Lärm und das Licht eines Markttages.

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Man kann sich die brasilianische Geige Rabeca wie eine flachgedrückte und deshalb etwas breite Bratsche vorstellen, die in hellem Holz strahlt. Ein robustes Instrument mit Stahlsaiten, das es in unterschiedlichsten Ausführungen in ganz Brasilien gibt. Einer der bekanntesten Instrumentenbauer und Rabeca-Spieler heißt Nelson da Rabeca. Zusammen mit dem in Brasilien lebenden Schweizer Musiker Thomas Rohrer improvisiert er manchmal stundenlang in seinem Haus im Norden Brasilien. Dabei herausgekommen ist u.a. die CD “Tradicão Improvisada” – eine aufregende Musikreise, auf die Radio Corax zusammen mit Thomas Rohrer gegangen ist. Hier kann man das Gespräch nachhören.

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