Haben Sie schon mal darauf geachtet, wie ihr Keks klingt, wenn Sie ein Stück davon abbeißen, oder ob ihre Autotür weich oder krachend zuschlägt? Markus und Helen von Radio Corax haben sich mit dem Designer Peter Luckner über gefährlich brüllende Roboter und bergbachplätschernde Wasserflaschen unterhalten, und auch darüber, was akustisches Design mit unserer Gesellschaft zu tun hat. Dr. Peter Luckner ist Leiter der Abteilung multisensuelles Design der Hochschule Burg Giebichenstein – Hochschule für Kunst und Design in Halle.
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Die Rapperin und Aktivistin Sister Fa ist eine unerschrockene Kämpferin für gesellschaftliche Veränderungen in ihrem Geburtsland Senegal. Als Kind wurde sie selbst Opfer von Genitalverstümmelung. Auch deshalb entschloss sie sich ihre Musik zu nutzen, um zu erwirken, dass Genitalverstümmelung an Mädchen nicht mehr durchgeführt wird.
Ein Filmteam hat Sister Fa auf einer Reise durch den Senegal begleitet. Entstanden ist der Dokumentarfilm “Sarabah”.
Im Interview mit der österreichischen Radioinitiative Women on Air sprach Sister Fa über ihren Werdegang als Musikerin und ihren Versuch mit Hip Hop der Genitalverstümmelung im Senegal ein Ende zu setzen. Ein Beitrag von Verena Bauer.
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Akustische Avantgarde + Food x Feminismus = Cibo Matto, Viva! La Woman
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V i s i t i n g L e c t u r e a n d S e m i n a r y :
Klanglandschaften – Soundscapes in the Mediterranean (in englischer Sprache)
mit Panayotis Panopoulos - Assistant Professor/ Anthropology of Music and Dance, Department of Social Anthropology and History, University of the Aegean, Mytilene, Greece
Das Gast-Seminar beschäftigt sich mit dem Mikrokosmos von Klängen im Mittelmeerraum und ihrer historischen, symbolischen und anthropologischen Deutung. Für die Veranstaltung konnte einer der renommiertesten Forscher der soundscape studies und ein Weggefährte des Anthropologen Steven Feld gewonnen werden, der seine Forschungen zu Klang, Stille und der Klangsymbolik von Tierglocken vorstellen wird.
Ausserdem wird im Rahmen der Filmreihe “Ciné-Ethnographie” der Film “Skyros Carnival” gezeigt und diskutiert. Der Film ist ein wichtiges Beispiel “sensueller Ethnographie” von Steven Feld, Panos Panopoulos und Agapi Amanatidis und Dick Blau.
Heute gibt es einen Ausflug in die Welt des Sounddesigns. Und nebenbei klärt sich vielleicht auch die Frage was dieses mit moderner Komposition und Musik zu tun haben könnte.
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StraßenmusikerInnen dürften fast überall auf das geteilte Echo des bespielten Publikums treffen. Die einen reißt es aus den Sitzen, die anderen reagieren mit spontaner Gereiztheit, vor allem dann, wenn das gepflegte Gespräch oder die Mp3-Player-Rotation von “aufgedrängelter” Musik flankiert wird.
Warum wird Straßenmusik so oft als störend empfunden? Warum vermitteln MusikerInnen im öffentlichen Raum das Gefühl sich auszudrängeln? Ein Ausflug in die vielschichtige Thematik der Straßenmusik und eine alternative Perspektive zur einseitigen Darstellung von Straßenmusik als ein einziges öffentliches Ärgernis am “Rande der Kriminalität”.
Der Musikethnologe Mark Nowakowski fasst in einem Gespräch die Ergebnisse einer mehrmonatigen Feldforschung über Straßenmusik in Berlin im Jahr 2010 zusammen.
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Im Stadtbild werden MusikerInnen oft nur nebenbei wahrgenommen oder schlichtweg übersehen. Wann genießen wir Straßenmusik und welche Aufgabe hat Straßenmusik heute noch?
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Als ich mich vor einiger Zeit recht unmotiviert auf den Weg zu einem Konzertabend mit Liedern von Schubert, Schumann und Brahms machte, meinte ich ziemlich genau vorher sagen zu können, was mich erwartet: ein schwarzer, glanzgewienerter Flügel; jemand im schicken Aufzug, der sich dran festklammert; ein Publikum andächtig in den Stühlen klemmend.
Doch – es sollte eines jener überraschenden und deshalb unvergesslichen Konzerte werden. Das ahnte ich, als Josephine Foster unaufwendig zurecht gemacht, mit akustischer Gitarre im Arm, auf einen Barhocker und vor ein Mikrophon kletterte. Um mein Erlebnis nachempfinden zu können, empfehle ich Ihnen Josephine Fosters Interpretationen der großen klassischen Liedpoeten vom Album “A Wolf in Sheep’s Clothin”.
Foster torpediert bei Weitem nicht nur die Klassik. Für Jazz-Fans lohnt sich “Lullaby to All”:
Regelrecht harmlos dagegen. Für wankelmutig Abschiednehmende und Hawaiiaffine: “Yippee I´m leaving” vom Album “There Are Eyes Above”. Aufgenommen mit Ukulele im Wohnzimmer.
Einer der letzten alten Troubadoure Kambodschas heißt Kong Nay. Seinen Gesang begleitet er auf der Langhalslaute Chapey Dong Veng. Das Instrument zweisaitig. Angeschlagen mit einem Plektrum. Schnarrend. Unverwüstlich. Elektronisch verstärkt hörbar, noch ein Unikat, als “Master Dong” bei der Psychadelic-Formation Dengue Fever aus Los Angeles.
Vor einem Jahr wusste vermutlich kaum jemand wo Baku liegt. Jetzt – drei Monate vor dem Eurovision Song Contest – ist diese Stadt fast schon zum Zentrum der seichten Unterhaltung geworden. Die Schlager- und Pop-Gesellschaft bucht Flüge und freut sich auf die nächste ganz große Party in einem exotischen Land.
Damit Aserbaidschan nicht nur am Abend des Song Contest wahrgenommen wird und die vielen Millionen Augen Europas auch beide Seiten der Medaille betrachten, hat sich die Initiative “Sing For Democracy” gegründet. Denn: Aserbaidschan ist alles andere als eine Vorzeigedemokratie. Menschenrechtsverletzungen, ein stark kontrolliertes Mediensystem und Zensur bestimmen den Alltag.
Deshalb wurde die Kampagne „Sing For Democracy“ von verschiedene Menschenrechtsorganisationen in Aserbaidschan gestartet. Was sie damit erreicht werden soll, erläutert der Koordinator der Kampagne Rasul Yafarov. Das Gespräch wurde am 22. Februar 2012 auf Radio CORAX gesendet.
tinya.org is a blog-project of a bunch of anthropologists active in radio and as writers with a focus on music. It´s running since the year 2004. We started with a radio programme on the free radio station CORAX in Halle, Germany. Apart from this the authors of tinya.org have started various new projects, like "Ciné Ethnographie" or "Soundfound". tinya.org is an open-access-project, which means you are welcome to participate. For contact mail to: info [[ät]] tinya.org.