»Balkanmusik und ihre Klischees«
Eine Sendung von Juliane Kowollik. (April 2007)
17 Mar, 2007
Posted by: Redaktion In: Radio
»Was hören wir, wenn wir Weltmusik hören?«
Gespräch mit der Musikethnologin Kendra Stepputat und dem Musik- und Medienwissenschaftler Golo Föllmer. (März 2007)
“Stepmother City” von Sainkho Namchylak – Ein Akustisches Meisterwerk
Das achte Album von Sainkho Namtchylak ist rätselhaft, misteriös. Es steht im Dialog mit den Kräften der Natur, scheint voll von Codes und versteckten Hinweisen zu stecken. Wie als würde man einzelne Puzzlestücke zusammensetzen, so versucht man beim Hören den Gedanken von „Stepmother City“ auf die Spur zu kommen. Im Jahr 2000 erschienen, ist das Album eine Entdeckungsreise, auf die sich der traditionelle Obertongesang aus der Republik Tuva in Südsibirien und samples zeitgenössischer elektronischer Klangerzeuger gemeinsam begeben.
Das Cover von „Stepmother City“ trägt sorgfältig ausgewählte Texte, die dem Hörer bei der Entschlüsselung des ihnen vorliegenden akustischen Kunstwerks helfen sollen. Es trägt den tibetischen Text Paralokasiddhi, der um 800 n. Chr. von dem buddhistischen Gelehrten Dharmottaras verfasst wurde. Das religionsphilosophische Schriftstück führt einen Nachweis über die Wiedergeburt: „Wenn nun das Denken von den Körpern, …, nicht verschieden ist, …? Wenn nun das Denken (wie wir meinen) von den (jeweiligen) Körpern, bei denen ein Anfang und ein Ende beobachtet wird, nicht verschieden ist, wie könnte es ein Kontinuum (des Denkens) geben, das (seinerseits nach der obigen buddhistischen Meinung) ununterbrochen ist oder bei dem ein Ende nicht festgestellt wird?“
Die Stimmakrobatin Sainkho Namtchylak reizt alle Klangfacetten aus: einmal schwebt ihre Stimme über den loops und malt lange Melodiebögen, dann wieder krächzt und raunt sie, ahmt Tierlaute nach, spricht und singt zugleich. Das Album „Stepmother City“ ist eines der gelungendesten Werke von Sainko Namtchylak: atemberaubende stimmlicher Vielfalt, inhaltliche Tiefe und musikalisch spritzige Reife. Eine niemals enden wollende Entdeckungsreise.
“Stepmother City” von Sainkho Namtchylak ist bei Ponderosa Records (Edel) erschienen.
(HH)
zu Besuch bei Dr. Walter Frank auf dem Schloss Lichtenwalde (Sachsen)
Eine Sendung von Helen Hahmann.
Wir steigen die Treppen im Innern des Barockschlosses in Lichtenwalde hinauf, passieren den Eingang des Museums „Völker und Kulturen”, erreichen das Dachgeschoss und blicken auf eine alte Holztür, dessen Glas mit bunten Tüchern verhangen ist. Neben den drei Klingeln, die alle den Namen Walter Frank ausweisen sind kleine Schlidchen angebracht, die mehrere Aufenthaltsorte des Besitzers der umfangreichen Sammlung im Untergeschoss ausweisen. Wir drücken einen der Klingelknöpfe mehrmals kräftig in seine Fassung. Ein munteres „Komme schon!” klingt aus einiger Entfernung und flinke Schritte rücken näher. Die Tür öffnet sich und gibt den Blick auf freundliche Augen hinter großen Brillengläsern frei. Als wir die Türschwelle überschreiten tauchen wir in eine Welt zwischen Nepal und Westafrika, Vergangenheit und Gegenwart ein, die uns einen ganzen glücklichen Tag lang in ihren Bann ziehen sollte.
(Februar 2007)
»PAMIRakel. TINYA auf dem Dach der Welt«
Eine Sendung von Conrad Dorer und Eckehard Pistrick. (Dezember 2006)
Eine Sendung von Eckehard Pistrick. (November 2006)
»Capoeira. Tanz der Befreiung«
Ein Feature von Ines Tiller.
Das feature von Ines Tiller über die afrobrasilianische Kampfkunst Capoeira gibt den Blick auf eine faszinierende Bewegungskultur frei. In ihr verbinden sich Tanz und Musik auf einzigartige Weise:”Capoeira – das ist Kampf, Tanz und Musik – Capoeira – das ist Bewegung und Rhythmus – das ist Intuition und Kreativität. Capoeira ist Poesie, ist Freiheit. Capoeira ist eine Lebensphilosophie.” (22. Oktober 2006)
24 Sep, 2006
Posted by: Redaktion In: // Podcasts|Radio
“TINYA Metallorkan” mit dem Gamelanorchester KACAU BALAU anlässlich des Radio Revolten Festivales vorm Ärztehaus in Halle (09_2006)
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»Die Versammlungshäuser, Tempelmauern und Trafohäuschen sind gestürmt! Die Menschen scheinen sich übereinander zu türmen. An den überquellenden Straßenkreuzungen vollführen überlebensgroße Dämonen-Figuren mit ihren Trägern wilde Tänze. In der Neujahrsnacht werden sie zum metallischen Orkan der gamelan-Orchester lebendig. Ihre Zungen zappeln, ihre elektrischen Augen blitzen und ihre messerscharfen Fingernägel reißen Lücken in die Menschenreihen. Die Erde bebt von den Schwingungen der großen gongs. Die Luft ist getränkt von den ohrenbetäubenden, schnellen Rhythmen der Beckenpaare ceng-ceng. Dann bricht das Stromnetz zusammen. Die Dämonen verschmelzen einen Augenblick lang mit der Dunkelheit … «
Eine Momentaufnahme vom balinesischen Neujahrsfest nyepi kündigt das TINYA Gesprächskonzert »Metallorkan« mit dem gamelan-Orchester KACAU BALAU an. Wer die Kraft balinesischer Musik am eigenen Körper spüren will, sei dazu herzlich eingeladen.
Moderation: Helen Hahmann
gesendet am 24. September 2006 (live)
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| Von Metallorkan Radio Revolten |