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Inspiriert vom Yiddish Summer Weimar gibt es heute einen Ausflug in die Klang- und Geschichtenwelt yiddischer Lieder. Der Yiddish Song of the Week Blog ist ein Projekt des An-sky Institute for Jewish Culture in New York. In regelmäßigen Abständen werden dort Tonaufnahmen von yiddischen Liedern veröffentlicht – ausgegraben aus Privatarchiven oder eingefangen von dem Musikethnologen Itzik Gottesman.

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Über den Yiddish Summer in Weimar 2012 hat sich Radio Corax unterhalten mit:

Andreas Schmitges, Programmkoordinator und Musiker

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Dr. Diana Matut zum Yiddishen Lied von der Renaissance bis heute

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Bereits seit dem 22. Juni 2012 ist der erste Ausstellungsraum des in der Entstehung begriffenen Naturkundlichen Universitätsmuseum der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg geöffnet. Dort ist die Ausstellung CICADAS zu sehen und vor allem auch zu hören. Die temporäre Sonderschau CICADAS unter der wissenschaftlichen Leitung von Frank Steinheimer soll die Zufälligkeit und Unvorhersehbarkeit von evolutiven Prozessen veranschaulichen.

Eine Klanginstallation bildet eine ganze Kolonie von Singzikaden nach. Die Tiere werden durch 60 elektromechanische Objekte imitiert, die Zikadenlaute generieren und auf vergleichbare Weise miteinander kommunizieren können. Auch auf die Besucher reagieren sie in unterschiedlicher Weise, indem sie sich in ihrem Verhalten evolutiv anpassen und entwickeln können. Das Ergebnis ist ein ‚lebendes‘ System von unvorhersagbaren klanglichen Interaktionen, das sich nach Regeln richtet, die nach Zikaden-Kommunikationsmustern und zugleich Musikkompositionen des argentinischen Klangkünstlers und Komponisten Edgardo Rudnitzky arbeiten.

Der Ausstellungsraum wurde von dem Bühnenbildner Oliver Proske künstlerisch gestaltet. Radio CORAX sprach mit dem wissenschaftlichen Leiter Frank Steinheimer über das Museumskonzept und unternahm einen Ortsbesuch. Die Ausstellung ist noch bis zum 30. Oktober geöffnet.

[Beitrag nachhören oder downloaden]

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Langhals-Spießlauten, Gongs, Schneckentrompeten, Innenspaltflöten, Bogenharfen, Gefäßrasseln, Floßzithern, Stab-Reibtrommeln – dies sind die sichtbaren musikethnologischen Komponenten des Center for World Music in Hildesheim. Hinzu kommen über 50.000 Tonträger, ein Konzert- und Tagungsraum sowie ein Forschungszentrum, das sich mit verschiedensten Formen von “Weltmusik” und seiner aktuellen sozialen und gesellschaftlichen Anbindung auseinandersetzt. In den Räumen einer alten Kirche und dem dazugehörigen Pfarrhaus wird Musik vermittelt, live präsentiert, ausgestellt und untersucht.

Mit dem Center for World Music in Hildesheim hat die musikethnologische Forschung in Deutschland einen zentralen Forschungsstandort und einen Raum für den wissenschaftlichen Dialog gewonnen.

Die Musikethnologin Kerstin Klenke ist wissenschaftliche Koordinatorin am Center. Mit ihr unterhielt sich Helen Hahmann.

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Ausschnitt aus dem Konzert der “Grupo Polifonik Shpati” aus Albanien im Center for World Music im Juli 2012:

Eine akustische Ortsbegehung des Center for World Music ist dank der Redaktion “Intonarumore” von Radio Tonkuhle in Hildesheim möglich. Zu Wort kommen u.a. die Musikethnologen Wolfgang Bender und Ulrich Wegner, sowie der Instrumentensammler und Musikforscher Rolf Irle.

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Der Musikethnologe Ulrich Wegner hat mit Studierenden der Uni Hildesheim eine Erkundungsreise in eine Motorradwerkstatt unternommen. Nicht in irgendeine, sondern in eine Harley Davidson Werkstatt. Ausgerüstet mit Audioaufnahmetechnik und Skizzenbuch. Entstanden ist die Dokumentation, Zergliederung und Neugestaltung einer Klanglandschaft … Nico und Helen sprachen im Morgenmagazin von Radio CORAX mit Sarah Herzog.

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The etnomusicologist Iva Nenić from the University of Arts in Belgrade participated at the Fourth International Doctoral Workshop “Current Trends in Ethnomusicological Research” at the Center for World Music at the University of Hildesheim from 27th till 30th June 2012. In an interview with tinya.org she outlines her research about female traditional instrumental musicians in Serbia.

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“Discrete” Cases: Female Traditional Instrumental Musicians in Serbia 

by Iva Nenić

“While researching gender roles within Serbian and Balkan traditional music cultures, one almost promptly encounters a stance that women are not ‘supposed’ to play musical instruments: rather, the singing is seen as being more common (and thus more “natural”) to them. This idea, while being broadly disseminated in scholarly discourses quoting ethnographic evidence, seems suspicious on several grounds.

Firstly, many different ‘cases’ of female musical players such as famous “Milena guslarka” from the middle of 20th century (gusle being a bowed lute of the Balkans) indeed were reported, but at the same time loosely interpreted as an exception to the rule. This ‘exceptionality’ was then quickly explained as a sort of tolerable gender bending, although a broader systematic research focusing on women instrumentalists and their self-perception was almost never conducted.

In addition to that, a critical survey of early and modern scholarly discourses concerning female players demonstrates that they were largely underrepresented and thus invisible in the various canons of instrumental music that were constructed throughout the 19th and 20th century.

Iva Nenićs field research while focusing on both ‘concealed’ history and contemporary practice of female musicians, engendered several important questions that suggest a different view of female musicianship in Serbia. The first question is how female instrumentalists of today negotiate between gendered representations imposed upon them by the society and their self- perceptions, which leads to another question – how are they, in Althusserian terms, ‘interpellated’ by an ideology in comparison to male musicians? The second issue Iva Nenić wants to further explore centers around the idea of a ‘broken history’: namely, how the dominant discourse functions in order to prevent female bonding in terms of taking part in music today and throughout the history.”

 

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Der Dokumentarfilm “Cantar Contra el Olvido” – “Singen gegen das Vergessen” erzählt die Geschichten von Cirilo und Nim Alae, zwei lateinamerikanischen Musikern, die ihre Heimatländer verlassen mussten. Der eine kam aus Chile nach Deutschland, der andere aus Guatemala. Heute leben die beiden in Berlin.

“Cantar Contra el Olvido” gewährt Einblicke in die Annäherungen und Entfremdungen, die sie in Berlin tagtäglich erleben. In ihren Berichten und Liedern erzählen die beiden Musiker, wie sie die Erinnerung an ihre Herkunftsländer aufrechterhalten. Darüber hinaus ist es ihr Ziel, auch in Deutschland ein Bewusstsein für die Situation in Chile und Guatemala zu schaffen.

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Das Theremin ist das älteste elektronische Musikinstrument. Gespielt wird es durch Bewegungen der Hände und Arme, oder gar des ganzen Körpers in der Luft. Wer das Theremin kennenlernen möchte, hat dazu auf dem Teenitus-Festival am 23. Juni 2012 Gelegenheit. Denn: der Thereminist Clemens Rynkowski lässt sich im Rahmen eines Workshops über die Schulter schauen. Wer nicht dort sein kann, hat immerhin auf tinya.org die Chance dem Theremin auf die Spur zu kommen. Udo und Helen von Radio CORAX haben sich mit Clemens Rynkowski über das Instrument unterhalten:

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Jonathan Wekerle vom Bündnis “Stop the bomb” informiert über den Iranischen Musiker und Oppositionellen Shahin Najafi. Das iranische Regime ruft seine AnhängerInnen in einer sogennanten Fatwa dazu auf Shahin Najfi zu ermorden. Anlass ist der Song Imam Naghi des iranischen Musikers. Mit Jonathan Wekerle sprach der FSK Hamburg.

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Besonders bemerkenswert an den International Sweethearts of Rhythm erscheint mir nicht nur die Tatsache, dass es sich um die erste all-women Big Band der USA handelt, sondern auch und insbesondere sticht das rebellische Potential dieser Swing-Band hervor. Sie brachen nicht nur mit dem Stereotyp, dass Frauen bestenfalls als Jazzsängerin erfolgreich in Erscheinung treten könnten, sondern stemmten sich auch gegen Reglementierungen durch Erwachsene und gegen die Rassengesetze der USA. In dem Orchester spielten afroamerikanische und weiße Frauen zusammen, trotz des strikten Verbotes der Jim Crow Gesetze.

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Am besten sie erzählen ihre Geschichte selbst:

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Eines meiner erinnernswertesten Erlebnisse mit Zeit und Klang hat mir das Glockenspiel im Roten Turm auf dem Marktplatz in Halle geschenkt. Im Spätsommer 2006 konnte ich das tonnenschwere Carillion im Dachstuhl des Turms durch eine popelige sms zum Klingen bringen. Ich tippte “voice od armenia”. Es war mitten am Nachmittag. Keine volle, halbe oder viertel Stunde. Sondern es war irgendwann, dass ich mich auf die Treppen des Rathauses setzte und auf den Turm blickte, in Erwartung der Turmuhrschläge. Als das Geläut loslegte, schien das keinen der vielen wimmelnden Menschen zu stören, ja, nicht einmal aufzufallen. Glockenklänge und zarte Spieluhrenmelodeien sind bedeutungslos geworden. Meine Tage zumindest strukturieren sie nicht mehr. Dabei waren Uhrenklänge einst doch ein ganz eigenes, tönendes Universum … Nachzuhören im Uhrenmuseum in Putbus, das auch über eine beachtliche Sammlung an mechanischen Musikinstrumenten verfügt.

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