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04 Mar, 2010

Narco-Corridos in Mexiko

Posted by: Redaktion In: // Podcasts|Radio

Mexiko zählt mittlerweile zu den gefährlichsten Ländern für MusikerInnen weltweit. Dort wurden allein in den vergangenen Jahren mehrere Musiker umgebracht. Zumeist handelte es sich um Corridistas. Die Balladen der mexikanischen Bänkelsänger sind seit dem 19. Jahrhundert eine weit verbreitete und äußerst populäre Musikform.

Vermeintlich einflussreiche Personen aus dem Drogenmilieu lassen sich durch Corridos ein Denkmal setzen. Sie beauftragen die Musiker Lieder über sie zu dichten und zu verbreiten. So kommen Musiker nicht selten auch zwischen die Fronten der Kartelle.

Corridistas singen aber auch gegen soziale Ungerechtigkeit, Rassismus und Korruption an, so wie der Musiker Andrés Contreras, “El juglar de los caminos”.

Sven Kirschlager schreibt derzeit seine Dissertation über Corridistas in Überlandbussen in Südmexikos. Er ist Mitglied des Graduiertenkollegs “Entre Espacios” des Lateinamerikainstituts der Freien Universität Berlin. In einem Interview berichtet er über die Band “Los Tigres del Norte”, über Andrés Contreras und die Tradition der Corridos.

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Mehr Musik von Andrés Contreras finden Sie [hier].

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