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10 Nov, 2009

Istanbul 2010. Stadt(t)räume – Stadtgegensätze

Posted by: Redaktion In: // Congresses|News

Vom 4. bis 5. Dezember 2009, Henry-Ford-Bau, Garystraße 35, Freie Universität Berlin

Am Freitag, den 4. Dezember stehen auf der Konferenz “Istanbul 2010. Stadt(t)räume – Stadtgegensätze” die “Musiksphären zwischen Berlin und Istanbul” im Mittelpunkt. Zu Gast sein werden u.a. die Musikerin Aziza A, Songwriter der Band “Bulutsuzluk Özlemi” Nejat Yavasogullari und der Publizist und Menschenrechtler Ferhat Tunç. Das vollständige Programm lesen Sie [hier].

Zur Konferenz:

In Istanbul schlägt das Herz der Türkei. Kaum eine andere Metropole hat ihre Besucherzahlen in den letzten Jahren so gesteigert wie die 12-Millionen-Stadt am Goldenen Horn. Die Mega-City ist zur wirtschaftlich dynamischsten Metropole Europas geworden.

Istanbul ist trendy. Doch jenseits der glitzernden Einkaufzentren, der angesagten Cafés, Bars und Clubs und der bunten künstlerischen Melange gibt es noch ein ganz anderes Istanbul – das der Menschen, die alltäglich in dem riesigen Ballungsraum leben und überleben müssen:

Vertriebene aus Südostanatolien, die mangels Perspektiven ein Auskommen an den Rändern der Stadt suchen und in ihrem Leben noch nie den Bosporus gesehen haben. Junge Homosexuelle, die im Schutz der urbanen Anonymität andere Geschlechteridentitäten erproben. Alteingesessene Roma-Familien, deren Wohnquartiere der Aufhübschung der Stadt weichen müssen. Sie prägen ebenso das Gesicht dieser Stadt in all ihrer schillernden Widersprüchlichkeit.

“Istanbul 2010” blickt aus stadtsoziologischen, künstlerischen und kulturhistorischen Perspektiven auf den urbanen Raum. Istanbuls Brücken führen nicht nur über den Bosporus, sondern spannen sich bis nach Berlin, zum Beispiel in der Musik, die sowohl hier wie dort Ausdruck von Vielfalt, Unruhe, Begeisterung, Protest und Tradition ist: Großstadtrock und Ska aus Istanbul, türkische Arabeskmusik und kurdischer Folk aus Berlin. Ob Musik, Film, Wissenschaft oder Kunst – in beiden Städten reflektieren sie die Spuren der Migration, die Suche nach Identitäten und das Leben unter den Bedingungen urbaner Transformation.

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